Was ist der beste Browser für Privatsphäre und Sicherheit?

Hier findest du eine sichere und private Alternative zu Google Chrome. Anhand der drei Datenschutzkriterien haben wir für dich populäre Browser auf Sicherheit, Privatsphäre und Transparenz untersucht.

Aktualisiert, 12.05.2020

Browser Sicher Privat Transparent

Google Chrome1)Datenschutzerklärung: Google

Internet Explorer/Edge2)Datenschutzerklärung: Microsoft

Opera3)Datenschutzerklärung: Opera

Safari4)Datenschutzerklärung: Apple

Brave5)Datenschutzerklärung: Brave

Firefox6)Datenschutzerklärung: Mozilla

Browser Sicher Privat Transparent

Google Chrome7)Datenschutzerklärung: Google

Internet Explorer/Edge8)Datenschutzerklärung: Microsoft

Opera9)Datenschutzerklärung: Opera

Safari10)Datenschutzerklärung: Apple

Brave11)Datenschutzerklärung: Brave

Firefox12)Datenschutzerklärung: Mozilla

Sicher ist ein Online-Dienst dann, wenn die Datenübertragung und die Speicherung der Daten auf einem Server oder einem Endgerät verschlüsselt sind. Hier werden verschiedene Techniken angewendet, die unterschiedlich stark sein können. Die sicherste Methode ist die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung: Sie garantiert, dass nur Sender und Empfänger den digitalen Schlüssel zu den Daten haben.

Privat ist ein Online-Dienst dann, wenn der Anbieter des Diensts kaum oder keine Daten sammelt, die nicht direkt für den Service gebraucht werden. Das heißt, es werden keine personenbezogenen Daten gesammelt, die an andere Firmen verkauft oder vom Anbieter selbst benutzt werden können.

Transparent ist ein Online-Dienst dann, wenn gewährleistet werden kann, dass er sicher und privat ist. Um dies zu beweisen, kann der Programm-Quellcode veröffentlicht und für alle zur Überprüfung bereitgestellt werden. Dieses Prinzip heißt Open Source und ist ein zentrales Merkmal der digitalen Vertrauenswürdigkeit, weil es Transparenz über die Software schafft.

= Kriterium erfüllt

= Kriterium teilweise erfüllt

= Kriterium nicht erfüllt

Unser Favorit: Firefox

Wir empfehlen die Nutzung von Firefox in Kombination mit folgenden Privacy-Add-ons:

  • uBlock Origin: Um ein werbefreies Internet zu genießen
  • Privacy Badger: Um jene lästigen Cookies loszuwerden, die einen tracken
  • HTTPS Everywhere: Um immer eine verschlüsselte Verbindung zu einer Website zu bekommen, falls möglich
  • LinkCleaner: Um den Tracking-Anhang hinter Website-URLs verschwinden zu lassen
  • Decentraleyes: Um Inhalte die für Websites wichtig sind nicht von einem fremden Server zu beziehen sondern lokal

Ein Extra für noch weniger Cookies:

Warum ist Firefox unser Favorit?

Firefox ist ein Webbrowser wie Google Chrome, der von der Mozilla Foundation entwickelt wird, einer Non-Profit Organisation. Ziel von Mozilla ist es ein besseres Internet für alle zu entwickeln. Dabei liegt der Fokus auf Privatsphäre und Sicherheit der Nutzer.

Neben Funktionen die du von einem modernen Browser erwartest, bietet Firefox viel nützliches mit dem du deine Privatsphäre einfach und effektiv schützen kannst.

Das macht Firefox zu einer privaten und praktischen Alternative zu bspw. Google Chrome.

Was macht Firefox besser als Google Chrome?

Google Chrome ist der meist benutzte Browser weltweit. Viele Google Dienste sind in Chrome integriert, sodass der Browser viele private Daten über dich sammelt.

Googles Geschäftsmodell spornt Datensammlung an

Aufgrund des Geschäftsmodells von Google besteht für Google das Interesse, immer mehr über dich herauszufinden. Je mehr Daten Google über dich hat, desto besser kann dir auf dein Online-Verhalten angepasste Werbung angezeigt werden.13)What does Google know about me?

Als unabhängig entwickelter und nicht werbefinanzierter Browser besteht dieses Interesse für Firefox nicht.

Google Chrome macht es dir schwer, deine Privatsphäre zu schützen

Chrome sammelt Daten über dich und macht es dir schwer, deine Privatsphäre vor Online-Trackern zu schützen. Tracker sind kleine Elemente auf Websites, die zur Datensammlung, Statistikzwecken und Personalisierung von Werbung verwendet werden.

Cookies, die zur Online-Verfolgung eingesetzt werden, werden von Chrome nicht standardmäßig unterdrückt.14)Goodbye, Chrome: Google’s Web browser has become spy software In den Privatsphäreeinstellungen von Chrome kannst du Cookies von Dritten unterdrücken. Websiteelemente die zur Verfolgung dienen, können in Chrome nicht ohne Zusatzsoftware unterbunden werden.

Firefox bietet vor diesen Online-Verfolgungen standardmäßig Schutz und zusätzliche Privatsphäreeinstellungen können vorgenommen werden, die in Chrome nicht integriert sind.

Datensammlung durch Google Chrome

Google Chrome macht es dir nicht nur schwer, deine Privatsphäre im Internet vor anderen Unternehmen zu schützen, die deine Daten sammeln, es sammelt auch selbst private Daten über dich.

Das passiert durch Suchvorschläge, die dir Chrome präsentiert, durch Chrome auf Mobilgeräten, wobei dein Standort standardmäßig an Google geschickt wird. Und falls die Synchronisationsfunktion aktiviert ist, bekommt Google noch mehr über dich und dein Verhalten mit.

Durch Suchvorschläge:
Falls Google als Standardsuchmaschine eingestellt ist, werden deine vergangenen Suchanfragen dazu benutzt, um dir besser zu dir passende Suchvorschläge anzeigen zu können. Auch dein Browserverlauf kann dazu benutzt werden.15)Google: Google Chrome-Datenschutzhinweise Diese Daten werden dadurch an Google übermittelt und können auch für andere Zwecke eingesetzt werden. Google kann so herausfinden, auf welchen Websites du warst, auch wenn du eine andere Suchmaschine für gewisse Suchanfragen benutzt hast.

All diese Daten werden in deinem Google Account zusammengefasst, wenn du in Chrome angemeldet bist.

Auf Smartphones und Tablet-Computern:
Falls du Google Chrome auf einem Smartphone oder Tablet benutzt, teilt Chrome deinen Standort mit deiner Standardsuchmaschine, wenn Chrome auf deinen Standort zugreifen darf.16)Goodbye, Chrome: Google’s Web browser has become spy software17)Google: Google Chrome-Datenschutzhinweise

Es ist keine Überraschung, dass standardmäßig Google als Suchmaschine auf Google Chrome eingestellt ist. In den meisten Fällen wir dadurch dein Standort an Google gesendet.

Auch diese Daten werden in deinem Google Account zusammengefasst, wenn du in Chrome angemeldet bist.

Durch aktive Synchronisationsfunktion:
Falls du auf mehreren Geräten Google Chrome benutzt (z.B. am Laptop und Handy), kann es sehr praktisch sein, deine Browserdaten zwischen den Geräten zu synchronisieren. Bei Chrome funktioniert das durch einen Google Account.

Falls die Synchronisierung eingeschaltet ist, wird dein Browserverlauf, deine Lesezeichen, geöffnete Tabs, Browsereinstellungen und gespeicherte Passwörter an Google gesendet und dort gespeichert. Diese Daten werden von Google, wie alle anderen Daten, mit deinem Google Account verknüpft und können auch zu anderen Zwecken verwendet und weitergegeben werden.18)Google: Google Chrome-Datenschutzhinweise

Firefox bietet auch eine Funktion an, um Browserdaten wie Lesezeichen, Browserverlauf, geöffnete Tabs oder Passwörter zwischen mehreren Geräten zu synchronisieren. Deine Daten werden dabei aber für keine anderen Zwecke benutzt und sind mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung geschützt. Das heißt dass auch Mozilla, die Organisation die Firefox entwickelt, keinen Zugang zu deinen Daten bekommen kann.19)Mozilla: How Firefox Sync keeps your data safe even if TLS fails

Das macht Firefox nicht nur zu einer sicheren und privaten sondern auch zu einer alltagstauglichen Alternative zu Google Chrome.

Google gefährdet das unabhängige Internet mit Chrome

Um Websites von verschiedenen Geräten und Programmen aufrufen zu können, hat man sich auf Webstandards geeinigt, die quasi Infrastruktur-Standards für das Internet darstellen. Chrome hat angefangen sich von diesen Webstandards zu entfernen und eigene Standards einzuführen. Das führt dazu, dass einige Websites nicht mehr für alle Browser sondern nur noch für Chrome optimiert werden.20)Chrome is turning into the new Internet Explorer 6

Das gefährdet die dezentralisierte und offene Struktur des Internets, da es Konkurrenten schwerer fällt, ein Produkt anzubieten welches mit allen Websites funktioniert.

Firefox folgt den Webstandards und sorgt als open source Browser für eine faire Konkurrenz im Internet.

Daher ist Firefox nicht nur datenschutzfreundlich, sondern bewahrt das Internet vor Monopolstellungen.

Was macht Firefox besser als Brave?

Brave ist ein Browser, der großen Wert auf Privatsphäre legt. Mit den Standardeinstellungen bist du gut vor Online-Trackern und Elementen geschützt, die dich online verfolgen können.21)It’s Time to Switch to a Privacy Browser

Neben dem privaten Fenster bietet Brave auch ein privates Fenster, welches mit dem Tor Netzwerk verbunden ist. Dadurch ist dein Datenverkehr nicht für deinen Internetdienstanbieter sichtbar und du bist ziemlich anonym.

Des weiteren basiert Brave auf Chromium (die Open Source Software-Grundlage entwickelt von Google), es hat daher mehr Ähnlichkeiten von Benutzung und Funktionen mit Chrome als mit Firefox. Deine Privatsphäre leidet aber nicht darunter.

Add-Ons für Brave werden über den Chrome Web Store von Google installiert, daher stehen die gleichen Add-Ons für Brave wie auch für Chrome zur Verfügung. Add-Ons respektieren aber nicht unbedingt deine Privatsphäre so, wie es Brave tut.

Da Brave auf Chromium basiert, führt auch die Nutzung von Brave zu einer Entfernung von Webstandards, die das Internet unabhängig und dezentral machen.22)Chromium is eroding the Open Web and it’s our responsibility to stop it Des weiteren hat Brave keine Kontrolle über das von Google entwickelte Chromium, auf dem Brave basiert.

Die spannendste Funktion von Brave ist, dass du durch eine Crypto-Währung automatisch Websites finanziell unterstützen kannst, denen Einnahmen durch nicht angezeigte Werbung ausfallen. Diese Funktion, Brave Rewards genannt, ermittelt auf welchen Websites du am meisten Zeit verbringst und verteilt einen von dir gewählten Betrag an registrierte Websites, wie z.B. Zeitungen oder YouTube Kanäle.23)Most secure browser for your privacy in 2020

Die Idee ist, dass wenn Werbung geblockt wird, sich Websites anders finanzieren müssen. Auch Mozilla arbeitet an einem ähnlichen Ansatz (Firefox Better Web, derzeit nur in den USA verfügbar) um dieses Problem anzugehen und Online-Medien zu motivieren, hochwertige statt sensationelle Inhalten zu produzieren.

Das macht Brave zu einer guten Alternative zu Chrome, falls du nicht auf bestimmte Funktionen verzichten kannst, wie z.B. Chrome Apps oder Add-Ons, die es nicht für Firefox gibt. Andernfalls ist Firefox die bessere Wahl.

Kann Firefox funktional mit Google Chrome mithalten?

Firefox bietet dir einen modernen Browser mit vergleichbarer Geschwindigkeit zu Google Chrome, ohne dass du auf wichtige Funktionen verzichten musst.

Du kannst so viele Tabs öffnen wie es dein Computer schafft, Lesezeichen setzen, auf deinen Browserverlauf zugreifen, die Startseite personalisieren und mit Add-Ons die Funktionen erweitern.

Das Private Fenster löscht deine Browserdaten nicht nur auf deinem Computer (wie es Google Chrome macht), es verringert auch die Aktivitätenverfolgung durch Online-Tracker, sodass die Websites die du besuchst weniger von dir erfahren.

Mit einem Firefox Account kannst du deine Daten wie Lesezeichen, Browserverlauf, offene Tabs, Einstellungen, Add-Ons und Passwörter zwischen mehreren Geräten synchronisieren.

Auch kannst Du benachrichtigt werden, falls eine deiner E-Mail-Adressen in einem geklauten Datenpacket auftaucht, sodass du rechtzeitig deine Passwörter ändern kannst.

Du musst nur darauf verzichten, dass Google dich andauernd an seine Dienste erinnert.

Funktionen Firefox Chrome
Unbegrenzte Tabs

Lesezeichen

Browserverlauf

Passwortspeicherung

Add-Ons

Privates Fenster

Standard Trackingschutz

Synchronisationsfunktion

E-Mail-Klau-Benachrichtigung (optional)

Google Dienste integriert

Funktionen Firefox Chrome

Unbegrenzte Tabs

Lesezeichen

Browserverlauf

Passwortspeicherung

Add-Ons

Privates Fenster

Standard Trackingschutz

Synchronisationsfunktion

E-Mail-Klau-Benachrichtigung (optional)

Google Dienste integriert

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